Beliebtes Fotomotiv: Das neue Kaiserpaar mit Hofstaat.So betraten in diesem Jahr erstmals die Berliner Künstler Anett Kölpin und Reinhard Reim als Auguste Victoria und Wilhelm II. die Bühne. Dort wurde das neue Kaiserpaar freundlich von seinen Untertanen gefeiert und hochleben gelassen. Auf die entsprechende Ehrerbietung hatte zuvor die Schnodderschnauze „Wachtmeester Pickelhering“, alias Franz Lasch, das Publikum eingestimmt. Der aus Potsdam stammende Conferencier sorgte mit seinen satirischen Einlagen und Kommentaren zudem für so manchen Lacher im dicht gedrängten Rund des Heringsdorfer Konzertplatzes.
Nach der Begrüßung seiner Durchlaucht durch den Bürgermeister eröffnete das Kaiserpaar bei Kaiserwetter das Volksfest denn auch offiziell mit einem Kaiserwalzer quer durch die Konzertmuschel.
Das fünftägige Spektakel erlebte am Sonnabend mit dem Umzug des Kaiserpaares mitsamt einer guten Hundertschaft von kostümierten Untertanen seinen Höhepunkt. Das Flair der Kaiserzeit bis zu den Goldenen Zwanziger Jahren stand einmal mehr bei den Kaisertagen im Vordergrund, nicht jedoch eine nostalgische Verklärung der Monarchie.
Wie in den Vorjahren lebte das Fest auch wesentlich von den Handwerkerständen längs der Promenade und vom Musikprogramm in der Konzertmuschel. Ob bei der Ostrock-Band am Freitagabend oder der ABBA-Coverband am Sonnabend, der Konzertplatz war brechend voll und es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Nach den ABBA-Klassikern pilgerten viele gutgelaunte Menschen zum Strand und auf die Seebrücke, um das abschließende Feuerwerk zu bestaunen. Die 12. Heringsdorfer Kaisertage klangen am Sonntagabend mit einem Konzert der „Fritzings Dixie-Crew“ aus Rostock aus.


