Bild: Reges Treiben von morgens bis abendsAm letzten Wochenende im Juli verwandelt sich die kopfsteingepflasterte Ortsdurchfahrt von der Eiche bis zur Kirche in eine belebte Fußgängerzone. Zwischen reetgedeckten Fachwerkhäusern flanieren Einheimische und Urlauber von Stand zu Stand. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre, die am Samstagnachmittag noch von den Jazz-Klängen der Blume Family untermalt wird, alles wirkt sehr familiär. Man unterhielt sich, angesichts der Temparaturen vorzugsweise im Schatten, bei Kaffee und selbstgebackenem Bauernkuchen oder bei einer Kräuterbratwurst mit einem kühlen Hellen, über dies und das und natürlich auch über die Töpferei. Oder man saß im Garten und sinnierte bei einem Glas Rotwein zur Melodie von Blue Moon darüber, wie schön doch das Leben sein kann.
Genauso möchte Manfred Dannegger als Initiator seinen Töpfermarkt auch haben. Deshalb verzichtet er darauf, noch mehr Stände zuzulassen, obwohl
Bild: Kunstvoll gearbeitete Töpfe ...die Nachfrage aus Kollegenkreisen bequem für weitere dreißig Stände gereicht hätte. Bei der Auswahl der Stände ist er ohnehin eher konservativ. So gibt es sieben Aussteller, die bereits seit dem ersten Töpfermarkt im Jahr 1991 mit dabei sind. Zwingende Voraussetzung ist auch, dass die Aussteller ihren Lebensunterhalt mit ihrem Handwerk bestreiten. Einzige Ausnahme sind die Teilnehmer der Töpferkurse des Heringsdorfer Gymnasiums, mit dem Danneggers seit Jahren eine enge Zusammenarbeit verbindet. Dannegger tut auch gut an der Selbstbeschränkung, denn noch mehr Aussteller und Besucher und die daraus folgende Professionalisierung würde den besonderen Zauber der Veranstaltung wohl schnell zerstören.
Zu sehen und natürlich auch zu kaufen gab es wie in jedem Jahr fast alles, was das Handwerk hergibt. Egal ob traditionelles, im Holzofen gebranntes Steinzeug, Tonflöten, Fayencen, Porzellan, Plastiken
Bild: ... und nicht weinger kunstvoll gearbeitete Vasenoder auch Schmuck, alles fand seine Liebhaber. So waren dann auch alle zufrieden, die Aussteller mit ihren Umsätzen und die Käufer mit ihren handgearbeiteten Einkäufen.
Der einzige Wehrmutstropfen waren auch in diesem Jahr wieder zahlreiche ignorante Autofahrer, die die engen Dorfstraßen beidseitig ohne jede Rücksicht zugeparkt haben und das trotz gut ausgeschildeter Parkplätze und einer eher symbolischen Parkgebühr. Das führte gerade Richtung Mellenthin immer wieder zu gefährlichen Situationen und am Samstagnachmittag zum totalen Infarkt, da sich ein Traktor mit Erntegerät zwischen den Falschparkern festgefahren hatte.
Die Keramikwerkstatt von Astrid und Manfred Dannegger ist von Montags bis Samstags von 11.00 - 13.00 Uhr und von 14.00 - 18.00 Uhr geöffnet. Besuche außerhalb der Öffnungszeiten sind nach telefonischer Voranmeldung unter der Nummer 038372 70910 möglich.


